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Cybercrime-Zentrum erhebt Anklage wegen des Verdachts des Herstellens von KI-generierter kinderpornographischer Bilddateien u.a.

Datum: 30.04.2026

Kurzbeschreibung: Pressemitteilung des Cybercrime-Zentrums Baden-Württemberg

Karlsruhe, den 30.04.2026

 

Cybercrime-Zentrum erhebt Anklage wegen des Verdachts des Herstellens von KI-generierter kinderpornographischer Bilddateien u.a.

Das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat nach gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe geführten Ermittlungen gegen einen 59-jährigen Mann aus Karlsruhe Anklage vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Karlsruhe erhoben.

Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, im November 2023 in insgesamt vier Fällen unter Nutzung KI gestützter Bildgenerierungsprogramme mit seinem PC kinderpornographische Bilddateien hergestellt zu haben. Hierbei habe er der KI Befehle gegeben, wie das zu erstellende Bild auszusehen habe (sog. Prompts). Zudem habe er zur Verbesserung der zu erzielenden Ergebnisse sogenannte LoRAs, das heißt Programme, die die genutzten KI Modelle auf spezielle Zwecke vortrainieren, genutzt. Hierdurch seien wirklichkeitsnahe Ergebnisse erzielt worden.

Dem Angeschuldigten liegt zudem zur Last, zwischen 2020 und 2024 in mehreren Fällen kinderpornographische Inhalte einer unbestimmten Vielzahl von Nutzern in einem Peer-to-Peer-Netz-werk zugänglich gemacht und kinderpornographische Inhalte besessen zu haben.

Über die Zulassung der Anklageschrift muss nun das Amtsgericht Karlsruhe entscheiden. Über den Inhalt der Pressemitteilung hinausgehende Auskünfte können derzeit zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen sowie mit Rücksicht auf die Anhängigkeit des Verfahrens nicht erteilt werden.



Presseauskünfte:

Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe / Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg

Pressestelle

Oberstaatsanwalt Mirko Heim

E-Mail: pressestelle@genstakarlsruhe.justiz.bwl.de

Telefon: 0721 926-9750

 

 

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